In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Bebauung der St. Galler Altstadt kaum. Das hat auch mit den wirtschaftlich schwierigen Jahrzehnten zu tun, die der Stickereikrise der 1920er-Jahre folgten. Doch ab Mitte der 1960er-Jahre setzt der Umbau ein: Ladengeschäfte wollten grössere Verkaufsflächen, Einkaufspassagen kamen in Mode. Es war der in der Stadt verwurzelte Architekt Heinrich Graf (1930–2010), der es wagte, zeitgenössische Bauten in die Altstadtzeilen zu setzen – mit einem architektonischen Ausdruck, der bis heute Bestand hat.
Die Architekturhistorikerin Katrin Eberhard hat in ihrem Buch Heinrich Grafs Werk inventarisiert und gewürdigt. Sie führt zu seinen Bauten in der St. Galler Altstadt.
Treffpunkt:
Neugasse 48
9000 St. Gallen
Donnerstag, 4. Juni 2026
18.30 Uhr
mit Katrin Eberhard, Architekturhistorikerin
Heimatschutz St. Gallen / Appenzell Innerrhoden
Vadianstrasse 13, 9002 St. Gallen
T 071 222 07 20
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