Urnäsch ist die flächengrösste Gemeinde im Kanton. Ihr Gebiet liegt zwischen Säntisgipfel und Hochhamm. Das Dorf selbst liegt im Talboden an der Urnäsch. Die in der Landschaft verstreut gelegenen, stattlichen Bauernhöfe sind markante Zeugen einer langen Geschichte und Tradition der Land- und Viehwirtschaft. Die grossen Wälder dienten als Grundlage für den Holz- und Kohlehandel, wie zahlreiche ehemalige Sägereien entlang der Urnäsch bezeugen. Bereits 1417 erlangten die Bewohner von Urnäsch die politische und kirchliche Unabhängigkeit. Damit verbunden war auch der Kirchenbau. Rund um die Kirche entstanden im Laufe der Zeit weitere Gebäude, die das Dorf formten. In seinem Kern sind dank sorgfältiger Pflege die charakteristische Gestaltung der Bauten und die historischen Elemente erhalten geblieben. Neben der ausgeprägten Land- und Milchwirtschaft sowie dem Holzhandel betrieb man besonders ab dem 18. Jahrhundert auch Leinwand- und Musselinweberei und Handstickerei. Daraus entstanden später auch Textilfabriken. Alle diese Tätigkeiten lassen sich an den Bauten, die sich entlang den Ausfallsachsen nach Waldstatt und Schwägalp ablesen. Auch wenn in Urnäsch volkstümliche Traditionen gepflegt werden, entwickelt sich das Dorf mit zeitgemässen Bauten weiter. Auch das zeigt der Rundgang auf.
Treffpunkt:
Evang. ref. Kirche
Dorfplatz 3
9107 Urnäsch
Samstag, 12. September 2026
10.00 – ca. 11.30 Uhr
mit Thomas Künzle, Architekt
Heimatschutz Appenzell Ausserrhoden
Hintere Lortanne 1, 9053 Teufen
T 071 330 03 94
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