Die Bevölkerung des zur Rhode Trogen gehörende Gebiet Oberer Hirschberg war einst religiös paritätisch zusammengesetzt, bis ein Schiedsgericht die Besitztümer von katholischen Familien Innerrhoden und jene von reformierten Familien Ausserrhoden zugeschlagen hat. Gebietsmässig führte das zu einem Flickenteppich. Der ständige Zwist um die Grenzen wurde erst 1869/70 durch einen Bundesbeschluss definitiv festgelegt. So entstanden eine Enklave von Innerrhoden mit Oberegg und eine solche von Ausserrhoden mit Reute. Der Bau einer katholischen Kirche in Oberegg (1655) bewirkte als Gegenmassnahme 1687/88 den Bau einer reformierten Kirche beim Hof Rüti. Dort entstanden Pfarrhaus, Schule, Gemeindekanzlei und Stickereibauten. Für das Wohnen suchte man sich aussichtsreichere Weiler wie Schachen und Mohren, die später zu Wohnsiedlungen herangewachsen sind. Im Dorf sind die historischen Bauten aus ihrer Entstehungszeit weitgehend erhalten. Als neueres Gebäude sticht der 1966 vom Herisauer Architekten Johannes Waldburger entworfene Schulbau hervor. Eine rücksichtsvoll gestaltete Aufstockung erfolgte 1994. Bemerkenswert sind Wohnbauten in zeitgemässer Holzbauweise im Weiler Rohnen in Schachen. Erwähnenswerte Zeitzeugen sind das abgelegene, ehemalige Armenhaus und das kurzzeitig betriebene Kurhaus Bellevue.
Treffpunkt:
Vor der Gemeindekanzlei
Dorf 19
9411 Reute
Samstag, 26. September 2026
10.00 - ca. 12.00 Uhr
mit Heinz Meier, Raumplaner
Heimatschutz Appenzell Ausserrhoden
Hintere Lortanne 1, 9053 Teufen
T 071 330 03 94
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